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Rückblick Saison 2009

Nach einigen Wolfsbarsch-Fangmeldungen Ende April von den Brandungsanglern der zeeländischen Küste / NL, ging es am 1. Mai auch bei den Spinnanglern zur Sache. Sozusagen Punkt 12 häuften sich die Fangmeldungen - das Nordseewasser hatte den für uns Wolfsbarschfanaten magischen Wert von 12° Wassertemperatur erreicht. Im gesamten südlichen Raum von der Westerschelde bis hin zum Europoort hieß es: Der Barsch ist da! Nach langer Winterdurststrecke war es endlich wieder eine Wonne, die Spinnrute am Meer zu schwingen. Wenn auch die Fänge aufgrund des seit langer Zeit mal wieder kalten Winters bescheiden ausfielen, die Wolfsbarsche waren zurück.
 

       

In den ersten zwei Maiwochen stiegen die Fangberichte stetig an, doch etwas störte - irgendwas war nicht normal zu dieser Jahreszeit (betrachtet man die letzten 5 Jahre). Obwohl auch von unserer heimischen Küste, genauer gesagt den ostfriesischen Inseln, die ersten Wolfsbarschfänge gemeldet wurden, kam die Angelei auf die Sommerfische wie Hornhecht, Makrele und Wolfsbarsch nicht so in Gang, wie man es eigentlich gewohnt war. Der Grund war schnell gefunden: Wo waren die Jungfische von Hering, Sandaal und Co, die bei den steigenden Wassertemperaturen den Uferstreifen bevölkern sollten? Außer ein paar kleinen Trupps hier und da blieben die großen Schulen der Fischbrut dem Ufer fern.
 

       

Ihr Ausbleiben spürte man besonders deutlich in den ersten Juniwochen. Wo sich eigentlich schon Makrelenschwärme in der Oosterschelde tummlen sollten, traf man nur kleine Gruppen der Nordseetiger an. Auch die Wolfsbarschfänge gingen merklich zurück; vorallem von Fängen über 60 cm Länge hörte man bis auf ein paar Ausnahmen immer weniger.
 

       

Von Ende Juni bis in den August hinein war es eine Qual, sich die Barsche zu erarbeiten. Selbst bei den Cracks unter den Wolfsbarschanglern waren diese Wochen alles andere als fangträchtig. Im südlichen Küstenabschnitt der Niederlande hielten sich Kunst- und Naturköderangler bei den Fangzahlen die Waage. Je mehr es jedoch nach Norden ging, auch auf unseren friesischen Inseln, hatten die Naturköderangler die Nase vorn. 

Der Wonnemonat September oder ein Lichtblick nur für Optimisten? In den ersten Tagen musste man sehr optimistisch sein, doch dann wendete sich das Blatt. Als wenn nichts gewesen wäre ging auf einmal die „Luzi" ab; das heißt, wenn man die Wolfsbarsche gefunden hatte. Denn es schien so, als hätte das große Fressen vor der Winterperiode begonnen. Wolfsbarsche aller Altersklassen finden sich dann zu großen Schulen zusamme,n um sich den nötigen Winterspeck anzufressen. Bis in den späten Oktober hielten uns die Wolfsbarsche in Atem. Waren sie zwei Tage an einem Ort gut fangbar, war dieser an den nächsten Tagen bereits wie ausgestorben.
 

        

November: Eigentlich sollte jetzt Schluss sein, doch hin und wieder werden noch kleinere Wolfsbarsche (- 1,5kg) auf Kunstköder gefangen. Vornehmlich beißen sie auf kleinere Shads bis 10cm.
 

       

Allmählich steht wieder das Warten für diejenigen von uns auf dem Programm, die dem Wolf der Nordsee nicht anderswo beangeln können.
 

       

Um Ihnen das quälende Warten auf die neue Saison etwas zu mildern, schauen sie auch in den Wintermonaten immer mal wieder rein oder besuchen sie meine Blogs. Es wird sich bestimmt ab und zu etwas Neues finden.

Ein großes Dankeschön geht an die Absender von Fangberichten ( >>Leserfänge<< ), diese Rubrik werde ich nartürlich im folgenden Jahr weiterführen. Denn nur durch Leser wie euch bleibet wolfsbarsch.com immer aktuell und interessant, vielen Dank.

In diesem Sinne,

Euer

Rob Staigis